Inkubatoren hilfreich in PCR-Testlabors

Mai 2021 BINDER hilft in der Pandemie

Inkubatoren werden in PCR-Testlabors benötigt

 

Corona-Schnelltests helfen dabei, Infizierte zu identifizieren sowie Infektionsketten zu unterbrechen. Mit den üblichen Antigentests werden SARS-CoV-2-Proteine mit Hilfe von spezifischen Antikörpern nachgewiesen. Noch genauer, das heißt noch spezifischer und sensitiver sind PCR-Tests (Polymerase-Kettenreaktion), mit denen beispielsweise ein großes Labor in Wien, Österreich Speichelproben rund um die Uhr analysiert. In einem frühen Prozessschritt dieser Tests werden BINDER-Inkubatoren erfolgreich eingesetzt.

 

Bis zu 60 Postbusse liefern bis zu 200 000 Probenröhrchen pro Tag an und über 400 Mitarbeiter werten Tag für Tag mehrere Liter Speichel aus. Ein Unterfangen, bei dem es schnell gehen muss und bei dem das Equipment zuverlässig und sicher sein muss. Kein Wunder also, dass in dem großen Labor etliche BINDER-Inkubatoren stehen, die nur darauf warten, neue Probenracks auf die vorgegebene Temperatur zu erwärmen, um sie dem automatischen Analyseprozess zuzuführen. Dabei werden jeweils zehn Proben von einem Pipettier-Roboter gepoolt, um die Effizienz bei den zumeist negativen Proben zu vervielfachen, und mit einem Reagenzien-Mix versetzt. Nur beim Auftauchen einer positiven Probe muss der Pool aufgelöst werden, um die positive Einzelprobe zu identifizieren. Den zentralen Prozessschritt stellt die RT-PCR dar. Hierbei wird Viren-RNA, falls in der Probe vorhanden, mit Hilfe ganz spezifischer Gensonden enzymatisch in DNA umkopiert (reverse Transkription, RT) und exponentiell vervielfältigt (PCR). So erhält man nur in Proben, die SARS-CoV-2-RNA enthalten, eine große Menge an spezifischer DNA, die dann einfach detektiert werden kann.

 

Die Sensitivität dieser Methode ist deshalb so viel größer als bei Antigen-Tests, weil schon sehr wenige Viren-RNA-Moleküle so stark amplifiziert werden, dass sie verlässlich nachgewiesen werden können. Und die Spezifität ist deshalb so groß, weil einzigartige Gensonden für die Viren-RNA entworfen werden können, die zu keiner anderen bekannten Sequenz passen, und einfach synthetisch hergestellt werden können.