Frauen und Technik

Juni 2016 Frauen in technischen Berufen

Girlpower bei BINDER

In den letzten Jahren nahm der Anteil weiblicher Auszubildender in Industrie und Handwerk kontinuierlich zu. Auch wir bei BINDER engagieren uns seit langem im Rahmen verschiedener Projekte aktiv dafür, mehr Frauen für die technischen Berufe zu begeistern und bei uns im Unternehmen auszubilden.

Industriemechanikerin Denise Lang aus dem Landkreis Tuttlingen ist bei uns im Unternehmen im dritten Lehrjahr zur Industriemechanikerin und wird voraussichtlich im Februar 2017 ihre Ausbildung abschließen. Im Interview gibt sie einen Einblick in ihre Ausbildung und erzählt, wie sie zu dieser Berufswahl kam.

 

Denise, wie kamst Du auf Idee einen technischen Beruf zu ergreifen?

Während meiner Schulzeit habe ich unter anderem zwei Praktika bei BINDER absolviert. Ich hatte die Gelegenheit, das Produktdesign kennenzulernen und in den Beruf des Industriemechanikers hinein zu schnuppern. Der Beruf des Industriemechanikers hat mir mehr zugesagt. Und weil ich mich im Unternehmen während der Praktika so wohl gefühlt habe, habe ich mich bei BINDER für eine Ausbildung beworben und prompt eine Zusage erhalten.

Was genau macht ein Industriemechaniker?

Ein Industriemechaniker verarbeitet Metall in allen Arten und Formen. Neben handwerklichen Tätigkeiten wie beispielsweise fräsen, bohren und drehen gehört auch das Programmieren von CNC Maschinen zu den Aufgaben eines Industriemechanikers. Auch kleine Konstruktionsarbeiten werden ausgeführt. Neben handwerklichem Geschick sollte man daher auch technisches Verständnis mitbringen.  Nach der Ausbildung kann man in verschiedenen Abteilungen in der Fertigung arbeiten. Da der Fertigungsprozess bei BINDER wenig metallverarbeitende Aufgaben beinhaltet, werden Industriemechaniker in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt. In der Ausbildung werden alle Abteilungen im gewerblichen Bereich durchlaufen - von der Blechverarbeitung bis zur Endmontage habe ich so einen umfassenden Einblick in alle Fertigungsschritte erhalten.  Auch die Wochen in der Konstruktionsabteilung waren sehr lehrreich. Hier konnte ich sehen, was für ein komplexes Gesamtkonzept hinter der Fertigung unserer Geräte steckt.

Hast du es jemals bereut, dass du dich für einen technischen Beruf entschieden hast?

Nein, nie. Die Ausbildung hat mir bisher sehr viel Freude gemacht, es war absolut die richtige Entscheidung. Nur die Zwischenprüfung habe ich als ziemlich anstrengend empfunden, da die Prüfung zur Abschlussprüfung zählt und hier viel Wissen abgefragt wurde. Aber auch das habe ich ganz gut gemeistert.

Hast Du Nachteile gegenüber den männlichen Kollegen?

Nein, eigentlich nicht. Allerdings darf man nicht allzu zart besaitet sein. In unserem Team habe ich auf jeden Fall nur positive Erfahrungen gesammelt. Ob es um das Tragen schwererer Lasten geht oder sonst irgendeine Form der Unterstützung benötigt wird, sowohl die Azubis als auch die Ausbilder bieten sofort ihre Hilfe an.

Welchen Vorteil siehst du in der Ausbildung als Industriemechanikerin?

Für mich ist die bessere Bezahlung im Vergleich zu den typischen „Frauenberufe“ ein klarer Vorteil.

Wie zufrieden bist du mit deiner Ausbildungszeit bei BINDER?

Ich bin sehr zufrieden und könnte mir keinen besseren Ausbildungsplatz vorstellen. Die Ausbilder sind immer für einen da und sie sind auch nicht sehr streng (lacht). Wir haben einen tollen Teamzusammenhalt und viel Spaß bei der Arbeit. Die zahlreichen Aktivitäten, die BINDER seinen Azubis bietet, gefallen mir ganz besonders. Wir machen beispielsweise Ausflüge, es werden Grillfeste veranstaltet, wir sind zusammen Go-Kart gefahren, etc.

Was würdest du anderen Mädchen raten, die sich mit dem Thema Berufswahl auseinandersetzen?

Auf jeden Fall Praktika machen. In der Schule weiß man oft nicht mal, was der Unterschied zwischen einer kaufmännischen und einer gewerblichen Ausbildung ist. Um herauszufinden, welcher Bereich einem zusagt, muss man vorher die Gelegenheit zum Ausprobieren bekommen. Denn schließlich ist die Ausbildung eine Entscheidung fürs Leben.

Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Zunächst würde ich gerne nach meiner Ausbildungszeit Berufserfahrung hier bei BINDER sammeln.  Danach kann ich mir vorstellen, mich weiterzubilden und den Techniker oder Meister zu machen. BINDER unterstützt auch in diesem Bereich mit verschiedenen Weiterbildungsmodellen seine Mitarbeiter. Aber da muss ich schauen, wie sich die Situation ergibt.