Case-Studies 17.10.2015

Case Study Arla Food Deutschland

Haltbarkeitstest oder Alterungstest: Qualität von Milchprodukten auf höchstem Niveau

Aufgabenstellung:

  • Haltbarkeitstests von Milch– und Molkereiprodukten
  • Studien zur Produktstabilität und Packstoffqualität
  • Programmierung unterschiedlicher Zyklen
  • Homogene Temperaturbedingungen am gesamten Prüfgut
  • Schnelle Temperaturwechsel
  • Simulationen unterschiedlicher Klimazonen mit Licht/Feuchte , z. B. für Exportbedingungen
     

BINDER Lösungen:

  • KB Kühlinkubator mit Kompressortechnologie für sicheres und reproduzierbares Inkubieren
  • Wechselklimaschrank MK 240 für Verpackungstests unter dynamischen Bedingungen
  • Konstantklimaschrank KBF LQC mit Licht und Feuchte für anspruchsvolle  Stabilitätstests
  • Wachstumsschrank KBW 720 für homogene Lichtverteilung und konstante Temperaturbedingungen am
    gesamten Prüfgut

Die Arla Foods a.m.b.a. ist ein globaler Molkereikonzern und eine Genossenschaft im Besitz von Milchbauern aus sieben euopäischen Ländern. Gemessen an der Milchverarbeitungsmenge ist der Konzern das fünftgrößte Molkereiunternehmen der Welt und der weltweit größte Lieferant von Molkereiprodukten in Bio-Qualität.

Molkereiprodukte unter Kontrolle

Um die hohe Qualität der Produkte sicherzustellen, werden in der unternehmenseigenen Lebensmittel-Sensorikabteilung an verschiedenen Molkereiprodukten umfangreiche Qualitätstests durchgeführt. „Bei der Anwendung und Durchführung unserer Methoden kommt es besonders auf die Reproduzierbarkeit, Zuverlässigkeit und Wiederholbarkeit an. Dabei sollen Messunsicherheiten auf ein Minimum reduziert werden, um zu jedem Zeitpunkt eine Wiederholung zu ermöglichen“, erklärt Bettina Krämer, Senior sensory specialist in Arlas Geschäftseinheit Consumer Central Europe (CCE).

Haltbarkeitstest oder beschleunigter Alterungstest

In den Simulationsschränken werden unter anderem Tests zur Stabilität und Haltbarkeit, sogenannte shelf-life-tests, von frischen Milch- und Molkereiprodukten als auch beschleunigte Haltbarkeitstest (ASLT) an haltbaren Produkten realisiert.

Hierzu verwendet das Labor sowohl einen Kühlinkubator mit Kompressortechnologie der Serie KB als auch einen Wachstums-schrank mit Licht der Serie KBW von BINDER. Im Vergleich zu einem shelf-life-test, bei welchem eine Echtzeitlagerung simuliert wird, werden bei einem be-schleunigten Haltbarkeitstest Produkte z.B. unter erhöhten Temperaturbedingun-gen in einer verkürzten Zeit auf Stabilität und Haltbarkeit geprüft. Weiterhin werden Verpackungstests unter Berücksichtigung von Verbraucherverhalten und den Distri-butionsbedingungen in den Simulations-schränken durchgeführt.

Verpackungen auf dem Prüfstand

Um die maximale Qualität der Verpa-ckungsmaterialien sicherzustellen, werden in Wechselklimaschränken der Serie MK umfangreiche Prüfungen unter dynami-schen Bedingungen und mit schnellen Temperaturwechseln durchgeführt. Dabei arbeitet das Labor nach speziellen Normen wie z.B. DIN 10955 Sensorische Prüfung – Prüfung von Packstoffen und Packmitteln für Lebensmittel oder DIN EN 1230 Papier und Pappe vorgesehen für den Kontakt mit Lebensmitteln – Sensori-sche Analyse - Teil 1: Geruch und Teil 2: Geschmacksübertragung.

Haltbarkeitstests unter Lichteinwirkung
 

Aber auch bestimmte Bereiche des Lichtspektrums können die Haltbarkeit der Produkte beeinflussen. Daher kommen Konstantklimaschränke der Serie KBF LQC zum Einsatz. Diese haben ein einzig-artiges Lichtkonzept. Die wichtigsten Merkmale sind die hohe Temperatur-genauigkeit sowie die homogene Lichtver-teilung auf der gesamten Nutzfläche durch die patentierte Streuscheibe der Lichtkas-setten. Der Konstantklimaschrank mit Lichtdosismessung verfügt über spezielle patentierte sphärische Lichtsensoren für eine reale Messung auf Probenebene. Ziel und Nutzen dieser Anwendung ist es, standardisierte, reproduzierbare Bedingun-gen zu schaffen. „Die flexible Programmie-rung unterschiedlicher Zyklen ist entschei-dend und sehr hilfreich für unsere Arbeit“, sagt Bettina Krämer. „Aufgrund der unter-schiedlichen Temperaturniveaus, der Feuchteregulierung und der automatischen Abschaltung der Beleuchtung bieten die Simulationsschränke vielfältige Einsatz-möglichkeiten für unterschiedlichste Kun-denanforderungen. Dies ermöglicht uns, unserer Produkte auf dem gesamten Weg der Wertschöpfungskette auf Produktsta-bilität und –qualität zu analysieren“, sagt Bettina Krämer abschließend.

Bei unseren Anwendungen kommt es besonders auf Reproduzierbarkeit, Verlässlichkeit und Wiederholbarkeit an. Daher haben wir uns für BINDER entschieden.

Bettina Krämer

Senior Sensory Specialist Senior

Vorteile

  • Reproduzierbare Testbedingungen
  • Hohe Temperaturgleichmäßigkeit
  • Zahlreiche Programmiermöglichkeiten
  • Homogene Lichtverteilung
  • Präzise Feuchteregelierung
     

Anwendungsgebiet

  • Lebensmittelindustrie
  • Pharmaindustrie
  • Kosmetikindustrie
  • Oberflächentechnik

 

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