LEAN FACTORY immer besser aufgestellt

März 2019 Mehr Effizienz

Statt Weingut, jetzt Lean Management bei BINDER

 

BINDER wurde gerade erst unter die zehn innovativsten Unternehmen in ganz Deutschland gewählt. Die LEAN FACTORY ist nur ein Beispiel dafür, warum BINDER so ideenreich aufgestellt  ist.

 

Bereits vor einigen Jahren wurde mit dem Lean Management in der LEAN FACTORY begonnen.  Als Fabien Schnoering dann 2017 bei BINDER als Leiter des Lean Managements seine Arbeit aufnahm, waren  die Prozesse schon in vollem Gange. Der Franzose kam vom Siemens-Konzern und zeigte sich beeindruckt, dass einige Maßnahmen bereits  gut umgesetzt waren. „Ich habe mich dafür interessiert, wie das Prinzip Lean Management in einem mittelständischen Unternehmen eingesetzt wird“, so der 35-Jährige zu seinem Grund zu BINDER zu wechseln.Allerdings kam auf den jungen Mann in den letzten zwei Jahren auch jede Menge Arbeit zu. „Wir haben das Lean Management ausgebaut und es gibt noch viel Potential“, meint Schnoering.

 

Doch was versteht man unter dem Begriff Lean Management überhaupt? Schnoering erklärt:  „Beim Lean-Gedanken geht es darum, Verschwendungen jeglicher Art zu vermeiden.“ Und weiter: „Die Methode wurde  aufgrund von Engpässen nach dem Zweiten Weltkrieg bei Toyota in Japan erstmals eingesetzt. Die restliche Welt führte diese Art von  Management mehr und mehr in den 90er Jahren ein.“

 

Schnoering, der seine Master-These bei Siemens schrieb, hat seine eigene Art und Weise die Effizienz im Werk zu steigern. Regelmäßig  begleitet er Mitarbeiter in der Produktion und notiert sich Punkte, die verbesserungswürdig sind. Vieles hat sich dabei schon getan. Die Werkzeuge befinden sich beispielsweise in der Montage V (Vakuumtrockenschränke) griffbereit, die einzelnen Teile haben eine genaue Nummer und werden so schnell von den BINDER-Mitarbeitern erkannt. Darüber hinaus werden andere Bauteile bereits in der Vormontage ausgepackt und für die Produktion bereitgestellt. „In der Montage V haben wir so über 20 Prozent mehr Output“, sagt Schnoering. Die Montage M und C sollen in diesem Jahr umgebaut werden.

 

Manchmal probiert Schnoering auch Arbeitsschritte selbst  in der Produktion aus, um am eigenen Leib zu spüren, was effizienter sein muss. „Gerade das macht mir bei BINDER Spaß, dass ich zum einen Prozesse am PC entwickeln kann und zum anderen ganz nahe an der Produktion dran bin“, so der Mann aus Burgund.

 

Schnoering will diesen Weg weiter verfolgen und immer neue Methoden für die LF entwickeln, die noch mehr Effizienz bringen. Denn er meint: „Die Digitalisierung wird das Lean Management nicht ersetzen. Wichtig wird jedoch sein, dass das Lean-Management-Team bereits bei der Entwicklung eines neuen Produkts einbezogen wird. Das wird bereits praktiziert und sollte noch weiter vertieft werden“, so Schnoering, der sich als echter Franzose auch hätte vorstellen können, ein Weingut zu führen.