Leckerer Zwiebelkuchen zum Herbstbeginn

Oktober 2016 Rezept Zwiebelkuchen

Herbstzeit ist Zwiebelkuchenzeit

Mit dem Herbst geht in vielen Teilen Deutschlands traditionell die Zwiebelkuchen- und Federweißerzeit einher.

 

In den deutschen Weinbauregionen – etwa in Baden, an Rhein, Mosel, Saar und Nahe, in der Pfalz, in Hessen oder in Franken – finden im September, wenn der erste neue Wein fertig ist, überall Weinfeste statt. Zum neuen Wein, auch Federweißer oder Suser genannt, wird frischer warmer Zwiebelkuchen gereicht. Der Ursprung des Zwiebelkuchens liegt in den süddeutschen Weinbaugebieten in Baden und Schwaben. Zurück geht die Tradition auf „Kaiser Karl den Großen“, der per Erlass um das Jahr 800 den Weinbauern erlaubte, einen Teil ihres eigenproduzierten Weines selber auszuschenken. Angeboten wurde der neue Wein dann zusammen mit dem frischen Zwiebelkuchen in sogenannten Besenwirtschaften (schwäbisch) oder Straußenwirtschaften (alemannisch). Die Besenwirtschaften gibt es bis heute noch, speziell zur Fastnacht sind sie in der Region sehr beliebt. Der Name rührt daher, dass zur Zeit des Ausschanks als Symbol ein Besen (alemannisch: Strauß) über die Tür gehängt wird. Wer genau den Zwiebelkuchen „erfunden“ hat und welches das Original-Rezept ist, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Die Rezepte für Zwiebelkuchen variieren von Region zu Region. Der süddeutsche Zwiebelkuchen ist meist ein viereckiger oder runder Blechkuchen, der auf einem Hefeteig basiert. Der Belag besteht neben den Zwiebeln meist aus Sauerrahm oder süßer Sahne, Eiern und Speckwürfeln. Die Zwiebeln werden nicht roh verwendet, sondern in Butter gedünstet. Zur besseren Bekömmlichkeit wird oft Kümmel hinzugefügt. Vegetarier können den Speck durch Lauch ersetzen oder den Zwiebelkuchen am Ende mit Käse überbacken.

Und so wird der Zwiebelkuchen gemacht:

 

Zutaten für den Hefeteig:

300 g Mehl

20 g Hefe

1/8 l lauwarme Milch

80g Butter

1 TL Salz

 

Zutaten für den Belag:

1,5 kg Zwiebeln (Hier am besten Zwiebeln vom Bauern oder wenigstens Gemüsezwiebeln nehmen. Die normale Discounter-Massenware ist sehr scharf und wässert oftmals stark beim Backen)

100 bis 200 g durchwachsener Speck (ja nach Geschmack)

1/4 l saure Sahne

4 Eier

1 Prise Salz

1 El Kümmel (wer mag)

 

Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken, Hefe hineinbröckeln, eine Prise Zucker dazu geben und mit der Milch und etwas Mehl verrühren. Mit einem Handtuch abgedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen in etwa verdoppelt hat.

Die Butter zerlassen, mit dem Salz zum Teig geben und alles mit dem gesamten Mehl so lange rühren, bis der Teig Blasen wirft. Nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 200° C vorheizen.

Zwiebeln in Ringe schneiden.

 

Den Speck würfeln und in einer Pfanne ausbraten, die Zwiebeln zugeben und glasig werden lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und das Backblech damit belegen.

Die saure Sahne mit den Eiern, Salz und Kümmel verquirlen, die Zwiebelmischung untermengen und die Masse auf dem Teig verteilen.

Den Kuchen weitere 15 Minuten gehen lassen, dann auf der mittleren Schiene 20-30 Minuten backen. Guten Appetit!