Kinderstiftung Dianiño hilft zuckerkranken Flüchtlingskindern

Oktober 2016 Kinderstiftung Dianiño

Unterstützung für zuckerkranke Kinder in Not

Die Kinderstiftung Dianiño hat ihr erfolgreiches Dianiño Nanny-Projekt auf zuckerkranke Flüchtlingskinder erweitert.

 

Tuttlingen -  Seit 12 Jahren setzt sich die Kinderstiftung Dianiño für Kinder mit Diabetes und deren Familien ein. Fast 300 Dianiño-Nannies kümmern sich um die betroffenen Familien und stehen ihnen in Notsituationen zur Seite. Die Dianiño Nannies konnten bislang in rund 3.500 Einsätzen und über 7.800 Stunden Unterstützung Kindern mit Diabetes helfen. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Wohl der Kinder und die Intention, da zu helfen, wo die Not am größten ist. Das erklärte Ziel der Stiftung ist zu verhindern, dass in Deutschland ein Kind aufgrund von Diabetes Leid ertragen muss - egal welche Herkunft es hat. Daher hat die Stiftung Dianiño durch die derzeitige Flüchtlingssituation in Deutschland ihr Nanny-Projekt auf zuckerkranke Flüchtlingskinder erweitert. „Wir beobachten aktuell einen hohen Bedarf bei Flüchtlingskindern“, erklärt Stiftungsgründerin Ingrid Binder, „wenn bei diesen Kindern, deren Lebensumstände sowieso schon schwierig bis katastrophal sind, zusätzlich noch die Zuckerkrankheit diagnostiziert wird, kann dies oft schwerwiegende Folgen haben oder sogar lebensbedrohlich werden.“ Hier ist schnelle Hilfe erforderlich. Denn der Alltag in den Notunterkünften ist für die Familien an sich schon eine Herausforderung. Hinzu kommen sprachlichen Barrieren und vielfach auch schlichte Unkenntnis über die Notwendigkeit der lebensnotwendigen Behandlung des Diabetes. „Die Familien sind oftmals traumatisiert, haben Zukunftsängste und müssen sich in einer komplett neuen Umgebung zurechtfinden, dann ist die Diabetes-Diagnose eines Kindes nur ein Problem von sehr vielen“, sagt Dianiño-Nanny Anna-Maria Holfert. Auch diesen Kindern, wie allen anderen Familien, gibt die Stiftung Dianiño schnelle und kostenlose Hilfe.

Dianiño hat umfangreiche Erstmaßnahmen ergriffen, um den zuckerkranken Flüchtlingskindern schnell und effizient eine akzeptable medizinische und auch psycho-soziale Versorgung zu gewähren. So sind bereits mehr als 550 Krankenhäuser und Ärzte über das erweiterte Hilfsangebot informiert worden. Ein Dolmetschernetzwerk für die Diabeteshandlung von Flüchtlingskindern befindet sich im Aufbau, aktuell verfügt die Stiftung über vier arabisch sprechende und zwei afghanisch sprechende Dolmetscher. Um die Dianiño-Nannies optimal auf die Betreuung der Kinder und Eltern in den Flüchtlingseinrichtungen vorzubereiten, werden Schulungen durchgeführt. Denn in den Flüchtlingsunterkünften findet die Hilfe unter erschwerten Bedingungen statt, sodass oft improvisiert werden muss. „Kinder - und gerade diese Kinder, die oft Unvorstellbares erlebt haben, haben ein Recht auf ihre Kindheit, trotz Diabetes“, betont Ingrid Binder.

Die Stiftung Dianino besteht aus einem Netzwerk von ehrenamtlichen Helfern und Unterstützern. Schirmherr der Stiftung ist Dr. Frank-Walter Steinmeier. Die meisten der annähernd 300 Dianiño-Nannies sind Kinderkrankenschwestern und selber betroffene Mütter, die sich ehrenamtlich engagieren, indem sie den erkrankten Kindern und ihren Familien unterstützend zur Seite stehen. Die medizinische und psycho-soziale Versorgung erfolgt in enger Absprache mit dem betreuenden Kinderarzt.  Die Stiftung arbeitet außerdem mit vielen Kinderkliniken, Ärzten, Schulen, Kindergärten und Jugendämtern zusammen. Die Einrichtung ist in dieser Form weltweit einmalig. Die Stiftung wird zu hundert Prozent aus Spenden finanziert. Auch die BINDER GmbH ist seit vielen Jahren fester Sponsoring-Partner der Kinderstiftung. Alljährlich zur Weihnachtszeit fließt - anstelle von Weihnachtsgeschenken -  ein vierstelliger Betrag an Dianiño. Mehr Informationen über die Arbeit der Stiftung sowie die Möglichkeiten, diese zu unterstützen unter: www.stiftung-dianino.de .