Wegweisendes Dekontaminationskonzept

September 2017 Bewertung CO2-Inkubatoren

BINDER CO2 -Inkubatoren auf dem Prüfstand

 

Dr. Nicole Kühl von der Firma InCelligence testet und bewertet für ihre Kunden CO2 -Inkubatoren.

 

Tuttlingen –  September 2017:  Bei der Firma InCelligence aus Bremen dreht sich alles rund um die Zellkultur.  Das Unternehmen hat den Schwerpunt auf den Bereichen: Methoden, Qualitätsmanagement, Schulung, Beratung und GMP. Inhaberin Dr. Nicole Kühl berät ihre Kunden umfassend zu allen Themen rund um die Züchtung von Zellkulturen und Qualitätsmanagement (QM), sie gibt Einführungen in spezielle Themengebiete und vermittelt ihr Wissen weltweit in Kursen und Seminaren.  Ein weiteres Themengebiet ist die Beratung zur Einrichtung eines eigenen Labors, zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden. InCelligence testet und bewertet dafür regelmäßig CO2 -Inkubatoren unter Berücksichtigung aller für die Züchtung von Zellkulturen wichtigen Kriterien. Auch unsere CO2 -Inkubatoren wurden von Dr. Nicole Kühl-Erb genauestens unter die Lupe genommen…

 

Können Sie uns einen kurzen Einblick in Ihre Arbeit geben?

Im Mittelpunkt all meiner Interessen steht – wie man ja fast schon am Namen meiner Firma ablesen kann - immer die Zellkultur und hier besonders die Vermittlung von Wissen. Das heißt, ich bin als Dozentin und Beraterin tätig und unterstütze meine Kunden durch Kurse, QM Beratung, die Kontrolle von SOPs (Standard Operation Procedure, standardisiertes Vorgehen) und anderen Dokumenten, aber auch durch die Erarbeitung von Werbematerial oder hauseigenem Seminarmaterial und die Beratung bei Produktentwicklungen rund um die Zellkultur.

Für die Kurse reise ich ständig international zu Kunden, hauptsächlich aus der Pharmaindustrie und Forschung. Die Seminare dort beinhalten verschiedene Themen von allgemeiner Zellkultur bis zu Spezialthemen wie GMP, ATMP oder Bioassays. Jedes Labor oder Unternehmen hat andere Strategien, Vorgaben oder Geräte, um ihre Zellkulturarbeiten zu gestalten. Dies gibt mir einen einzigartigen Einblick in die Vielfalt dieses Bereichs, den ich nutze, um Erfahrungen in den Kursen oder auf meiner Webseite www.incelligence.de wieder an meine Kunden weiterzugeben.

 

Wo liegt Ihr Hauptmerkmal bei Ihrer Arbeit?

Das klingt jetzt vielleicht seltsam, aber der wichtigste Punkt ist, dass ich unglaublichen Spaß an meiner Arbeit habe und darauf abziele, dass meine Kunden beim Lernen ebenfalls Spaß haben und nicht in einer Folienschlacht untergehen. Dazu gehört, dass ich all meine Fortbildungen möglichst genau auf den Kunden abstimme und sehr viel Diskussion in den Veranstaltungen einplane. In den Zellkulturkursen muss man Verständnis dafür erzeugen, dass die „alten“ Methoden zwar funktionieren, aber ein paar kleine Änderungen die Arbeit doch vereinfachen oder die Ergebnisse schneller reproduzierbar machen können. In Kursen wie GMP für Außendienstmitarbeiter dagegen ist es für die Teilnehmer relativ schwer, sich vorzustellen, was GMP ist, da ja nicht sie selbst, sondern ihre Kunden unter GMP arbeiten. Der direkte Bezug zu den firmeneigenen Produkten oder Assays, Diskussion der eigenen SOPs, bildhafte Beispiele aus der Pharmaindustrie und Übungen helfen hier, vom theoretischen Verstehen zur praktischen Anwendbarkeit zu kommen. Meine Teilnehmer sollen nach dem Kurs eine wirklich gute Grundlage haben, künftige Fragen und Probleme sicher und schnell aus dem Weg zu räumen. Natürlich stehe ich aber auch nach dem Kurs noch mit Hilfestellungen zur Seite. Sehr vieles stelle ich übrigens auf meiner Webseite frei zur Verfügung. Hierzu gehören Übungsquizze, nützliche Links und Literatur.

 

Auf welche Bereiche sind Sie spezialisiert?

Ich unterrichte ausschließlich Zellkultur und Qualitätsmanagementthemen. Diese dann jedoch auf jedem Niveau, also von Kursen für Fachfremde oder Anfänger bis QM oder Umsetzung unter GMP und alles sowohl in Theorie- als auch Praxisschulungen. Hierzu auch Themen wie sterile Arbeitstechnik, Hygiene, Dokumentation und das Schreiben von SOPs. Dabei greife ich darauf zurück, dass ich selbst seit über 20 Jahren mit Zelllinien und Primärzellen und seit rund 10 Jahren im Bereich QM arbeite. Ein weiterer spezieller Bereich ist die kundenspezifische Schulung im Bereich Bioassays. Hier lösen wir oft praktische Assayprobleme oder etablieren einen neuen Assay gemeinsam im Praxiskurs. Alle diese Kurse finden on-site also direkt im Kundenlabor statt, damit alle laborspezifischen Charakteristika miteingebaut werden können.

 

Sie testen und bewerten Laborgeräte. Unter anderem arbeiten Sie mit BINDER CO2 -Inkubatoren. Welche Vorteile konnten Sie bei den BINDER CO2 -Inkubatoren feststellen?

Ja, als Grundlage meiner QM Kurse muss ich mich natürlich auch mit den verwendeten Geräten auseinandersetzen. Für die Qualifizierung von Inkubatoren, Sterilbänken oder ähnlichem sind die baulichen Eigenschaften und Funktionen ja grundlegend. Die erste und in Forschungslaboren für mich wichtigste Eigenschaft des BINDER Inkubators war die Gestaltung des Innenraumes ohne Einbauten. Obwohl die sogenannte Reinigbarkeit eigentlich nur für die Industrie ein vorgeschriebenes Kriterium ist, ist dieser Punkt in meinen Augen – und weil ich ja selbst bis 2008 in der Forschung gearbeitet habe - gerade an Universitäten sehr wichtig. Da hier keine Kontrollen erfolgen, wird doch häufig nicht ganz so gründlich gereinigt, wie man es sich wünschen würde. Hierdurch kommt es oft dazu, dass der Inkubator eine Kontaminationsquelle darstellt. Der BINDER Inkubator war dabei mit seinem Design ohne Gestelle, Ventilatoren, Schrauben, Schweißnähte etc. wirklich wegweisend. Auch die Kondensationsfalle in der Wasserwanne ist sehr gut durchdacht und hilft, Kontaminationen zu vermeiden. Weitere Punkte sind dann natürlich die Möglichkeit, geteilte Türen zu haben und die Hitzesterilisation bei 180°C, die besser ist, als die Desinfektion, die andere Hersteller anbieten.