Studie zur Arbeitgeberattraktivität unter angehenden Absolventen:
Sicherheit des Arbeitsplatzes wichtiger als Höhe des Einstiegsgehalts
Tuttlingen, 26. Februar 2008. 82 Prozent der Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge stellen bei der Arbeitgeberwahl Entwicklungsperspektiven durch Weiterbildung und Aufstiegschancen sowie die Sicherheit des Arbeitsplatzes vor die Höhe des Einkommens. Für nur 42 Prozent ist das Einstiegsgehalt ein elementarer Aspekt. Die Größe eines Unternehmens ist für 62 Prozent wenig wichtig oder gar unwichtig. Auch die Bekanntheit des künftigen Arbeitgebers spielt eine untergeordnete Rolle; ausschlaggebend sind für die Absolventen das Unternehmensimage und die Mitarbeiterzufriedenheit.
Dies sind Ergebnisse einer Kooperationsstudie der BINDER GmbH und des VDMA Baden-Württemberg. An der Umfrage beteiligten sich mehr als 300 Studenten baden-württembergischer Hochschulen vorwiegend ingenieurwissenschaftlicher Fachrichtungen. Die Befragten antworteten auf Themenblöcke zu Entlohnung, Karriereperspektiven, Führung/Organisation, Arbeitsalltag, Image, Internationalität, Innovationskraft, Familienorientierung und Work-Life-Balance. In Summe zeigt sich, dass für 76 Prozent der Studierenden die Karriereperspektiven vor der Entlohnung mit 61 Prozent die bestimmenden Faktoren bei der Arbeitgeberwahl sind.
„Ziel der Studie war es, den Studenten eine Möglichkeit zu bieten, ihre Vorstellungen an ihren künftigen Arbeitsplatz zu äußern. Es hat sich gezeigt, dass Absolventen ihren Arbeitgeber nicht nach Größe und Bekanntheit wählen. Mittelständische Unternehmen halten im starken Wettbewerb um künftige Fach- und Führungskräfte durchaus mit, wenn das Image, die Qualität der Aufgabe und die Arbeitsatmosphäre stimmen“, sagt Peter Michael Binder, Geschäftsführender Gesellschafter der BINDER GmbH.
Aufgabe mit Anspruch gefragt
84 Prozent der Befragten wünschen sich künftig eine Aufgabe mit Qualität. Noch ausschlaggebender sind eine angenehme Arbeitsatmosphäre (94 Prozent) sowie Teamwork und Kollegialität (90 Prozent). Arbeitgeber mit klaren Unternehmensleitbildern und -visionen sind attraktiver, wobei flache Hierarchien für 24 Prozent wenig wichtig oder unwichtig sind.
Work-Life-Balance entscheidend
„Wir haben derzeit 2.500 offene Stellen für Ingenieure im Maschinenbau alleine in Baden-Württemberg. Für jedes Unternehmen ist es daher unumgänglich zu wissen, welche Kriterien Studierende bei ihrer Arbeitgeberwahl anlegen, um Nachwuchsprobleme zu vermeiden. Dabei ist neben den persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiger Faktor“, betont Ulrich P. Hermani, Geschäftsführer des VDMA Baden-Württemberg. Die Umfrage zeigt, dass das Angebot einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung für Unternehmen mit 73 Prozent ein wesentlicher Pluspunkt im Wettbewerb um die besten Absolventen ist. Vor allem für weibliche Befragte ist die Familienorientierung beim künftigen Arbeitgeber ein bestimmender Faktor. Sie achten besonders auf die Möglichkeit des Wiedereinstiegs nach der Elternzeit. Für über 25 Prozent sind Kinderbetreuungsangebote sehr wichtig.
Umweltpolitisches Engagement punktet
Unternehmen in Regionen mit schlechter Anbindung oder Infrastruktur haben es schwerer im Kampf um die Absolventen. Denn: 62 Prozent der Studenten legen darauf höchsten Wert; für 45 Prozent sind die Lebenshaltungskosten als Kriterium für ihre Entscheidung ausschlaggebend. Regionen mit Freizeitangeboten sportlicher oder kultureller Art sind für die Absolventen attraktiv. Unternehmen, die sich umweltpolitisch einsetzen punkten bei 53 Prozent der Befragten.
Die kompletten Ergebnisse der BINDER – VDMA Kooperationsstudie zur Arbeitgeberattraktivität bei angehenden Absolventen erhalten Sie bei der BINDER GmbH, Anja Falter, Im Mittleren Ösch 5, 78532 Tuttlingen, Tel. 07462-2005-632, Fax (07462-2005-93632).
Download (PDF) Kooperationsstudie zur Arbeitgeberattraktivität BINDER GmbH - VDMA.